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Wilfriede Schwerm-Hahne
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0511-602878 / Fax 0511-6069722
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07/2006 webmaster B+R Schwab |

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Irish Wolfhound
Club-Match 2003 of Northern Ireland
in Hillsborough Fort
Bericht und Fotos von Werner Löhr
Denkt man an
Irland, so sieht man spontan filmreife Szenen vor seinem geistigen Auge
ablaufen: Von sanften Hügeln geprägte Landschaften mit grünen Wiesen,
auf denen Schafe weiden, nur unterbrochen von Hecken oder niedrigen
Bruchsteinmauern, typisch irische Pubs, die sich seit Jahrhunderten
nicht verändert haben, mit dunklen, eichenen blank gescheuerten Tischen
und Zapfhähnen aus Messing, aus denen Guiness und Kilkenny fließen,
irische Volksmusik und Menschen, die aufgeschlossen und unkompliziert
den Kontakt zu Fremden nicht scheuen und mit denen es leicht fällt,
schon nach kurzer Zeit interessante Gespräche zu führen.
Selbstverständlich denkt man auch an Landhäuser und Schlösser mit
riesigen gepflegten Parkanlagen, geschützt durch schmiedeeiserne Tore,
versehen mit alten historischen Emblemen. Natürlich denken wir
Windhundleute auch sogleich an die Irischen Wolfshunde, die auf der
„Grünen Insel“ ihre Heimat haben.
Diese, zugegeben klischeehaften Vorstellungen wurden bei der
diesjährigen „Irish Wolfhound Championship Show“, organisiert und
durchgeführt vom „Irish Wolfhoud Club of Northern Ireland“, eher noch
übertroffen |
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Es waren überwiegend Hunde aus irischer Zucht, aber auch aus England,
Schottland, Wales, selbst aus Italien war man angereist, um an diesem
Ereignis teilzunehmen. Pünktlich um 11 Uhr begann die von Familie Tim
Finney hervorragend organisierte Veranstaltung in sehr gelockerter, fast
familiärer Atmosphäre. Über die Meldezahl waren die Veranstalter
begeistert. So etwas hatte es seit Jahren nicht mehr gegeben. Über die
Qualität der Hunde folgt nun ein Bericht von Frau Wilfriede
Schwerm-Hahne, die die Wolfhounds auf dieser Veranstaltung bewerten
durfte.
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Hillsborough Fort, der Ort wo am 26. September 2003 diese Clubschau
stattfand, gehört zur irischen Sommerresidenz der britischen Königin,
die einmal im Jahr hier einen Teil ihrer Ferien verbringt. Nur den
Irischen Wolfshunden ist es vorbehalten, dieses Gelände für ihre
jährlich stattfindende Ausstellung nutzen zu dürfen, möglicherweise weil
auch ein Irish Wolfhound zum „Royal Guard“ der Königin gehört.
Auf feinstem Golfrasen, umrahmt von den Wehranlagen aus dem Jahr 1650,
mit Park und See im Hintergrund, hatten sich die 64 gemeldeten Hunde mit
ihren Besitzern und Ausstellern bei untypisch irischem Wetter (es war
klar und die Sonne schien) am Freitagmorgen eingefunden.

Mr. Tim Finney, Vorsitzender des IW-Clubs of Northern Ireland
und W. Schwerm-Hahne |
„Es war für mich eine
Ehre, die IW`s im Mutterland dieser Rasse richten zu dürfen, und diese
Ausstellung wird zu den schönsten Erinnerungen meiner langjährigen
Richtertätigkeit gehören. Niemals hatte ich so viele schöne und typvolle
Hunde erwartet und fast alle waren in einer phantastischen, harten
Kondition. Bis auf fünf Hunde hatten alle ein sauberes, gepflegtes und
kräftiges Gebiss mit wenig Prämolarverlust. Keiner der ausgestellten
Hunde zeigte ein scheues oder gar aggressives Verhalten. Überwiegend
richtete ich substanzvolle, knochenstarke Hunde mit typvollen Bewegungen
und harscher Behaarung, sowie ausdrucksstarken Köpfen.
Beim anschließenden „Social Event“ verriet mir einer der ältesten
Züchter, Mr. Kelly (Nutstown) wie er seine Welpen aufzieht: Viel Milch,
Eier, Getreide, Knochenbrühe, wenig Fleisch und ab und zu einen
Knochen, damit das Gebiss geputzt und kräftig wird.“ |

links BOB Ch Gartlove Ghleann Kyle, rechts BOS Covenant Gildenlode |
Nach Beendigung des letzten
Wettbewerbs dauerte es keine 30 Minuten und alles war abgebaut, verstaut
und aufgeräumt. Beim anschließenden gemeinsamen Essen in einem nahe
gelegenen Restaurant, zu dem sich 30 Personen angemeldet hatten, wurde
gefachsimpelt und noch lange über die Ausstellung gesprochen. Einige
waren dann mit ihren Gedanken schon bei der nächsten Schau, die am
nächsten Tag in King’s Hall in Belfast stattfinden sollte. Auch wir,
Frau Schwerm-Hahne, Frau Hübner, die deutsche Delegierte des EIWC und
ich waren interessiert und sahen uns diese internationale Ausstellung
an. Viele der am Freitag beim Clubmatch ausgestellten Wolfhounds waren
auch hier am Start und es war interessant zu sehen, wie sie sich in
einer Halle auf Teppichboden im Gegensatz zum Außengelände präsentierten
und wie die Bewertung und Platzierung ausfiel.
Nach dem Richten der IW`s hatte der Nordirische Wolfhoundclub zu einer
lockeren Zusammenkunft der anwesenden Aussteller und Züchter auf dem
Ausstellungsgelände geladen. Selten habe ich eine so faire, entspannte,
neidlose und freundliche Atmosphäre erlebt, selten so lehrreiche
Gespräche über Zucht, Welpenaufzucht und Hundecharaktere geführt. Man
hätte meinen können, der Begriff „Fair Play“ wurde ursprünglich auf der
„Grünen Insel“ geprägt. |

after the Show“ Kennel Gulliagh, T. u. M. Finney |
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Sometimes dreams come true?! |
I-Tüpfelchen des Ganzen war, dass
wir auch noch in einem wunderbaren Guesthouse untergebracht waren, ein
Haus und Grundstück ähnlich denen, die man sonst nur auf Postkarten oder
in Reisedokumentationen sieht. Als dann zu unserer großen Überraschung
auch noch ein Bentley Continental vorfuhr (genau der mit den
handgenähten Ledersitzen und den Einlegearbeiten aus Vogelaugenahorn),
am Steuer ein Mitglied des IWC, konnten wir es kaum glauben. Aber
manchmal, wenn auch ganz selten, werden Träume zur Wirklichkeit. |
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rechts
BOS Covenant Gildenlode - links Platz 1 open bitch
Sally of Nutstown |
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